PFLICHTEN der AUS DEUTSCHLAND GELEITETEn LTD in UK?

Es bestehen - neben den unregelmäßigen Pflichten zur Bekanntgabe von eintragungspflichtigen Änderungen wie einem Directorwechsel etc. - die folgenden drei regelmäßigen Pflichten:

 

a) Nachweis der steuerlichen Erfassung in Deutschland: Dem englischen Finanzamt ist ein Nachweis dafür zu erbringen, dass die Limited in Deutschland steuerlich erfasst ist. Hierzu genügt die postalische Übersendung des Formblatts DT- Company vom HMRC in deutscher Sprache, vom Finanzamt abgestempelt. In der Folge ist die Limited von der Pflicht zur Abgabe einer Körperschaftssteuer-Erklärung in England befreit. Der Nachweis ist spätestens dann zu erbringen, wenn Körperschaftssteuer-Erklärung fällig wäre, also bis 3 Monate nach Aufnahme einer Gewerbetätigkeit .

 

b) Annual Return: Einmal jährlich fragt das englische Handelsregister (Companies House) nach dem aktuellen Registerstand. Dieser Bericht wird Annual Return genannt. Abgefragt wird, ob ein Wechsel beim Registered Office, Director, Secretary, Shareholder nebst Anschrift, Wert der Geschäftsanteile (shares) und Geschäftsfeld der Limited stattgefunden hat.

 

 

c) Annual Accounts: Die Limited ist zur Rechungslegung verpflichtet, das heißt, das englische Handelsregister will eine Bilanz samt Gewinn- und Verlustrechung sehen sowie den sogenannten Directors Report. Sind die Geschäftsjahre der englischen Limited mit denen ihrer deutschen Niederlassung identisch, kann die englische Bilanz einfach aus dem deutschen Jahresabschlüssen abgeleitet werden. Die deutschen Bilanzzahlen werden dann nur noch auf das englische Formblatt übertragen. Wenn die Niederlassung nicht aktiv war, kann ein sogenannter ‚Dormant Account‘ oder eine ‚0‘ Bilanz abgegeben werden.